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II - Nukleinsäurenachweise



Chlamydia trachomatis

Allgemeines

  • Ein negatives Ergebnis schließt die Möglichkeit einer Infektion jedoch nicht aus, da die Testergebnisse z.B. durch Probenahme oder durch eine bereits begonnene Anti­biotikatherapie beeinflusst werden können.
  • Zudem kann die Keimkonzentration in der Probe unter der Empfindlichkeit des Tests liegen.
  • Insbesondere bei chronischer urogenitaler Chlamydia trachomatis-Infektion ist der Nachweis des Erregers unter Umständen nicht mehr möglich.
  • Die Ergebnisse des Tests sollten in Zusammenhang mit anderen Testergebnissen und klinischen Daten interpretiert werden.
  • Der Test gibt keinen Hinweis auf Therapieerfolg oder -misserfolg.

Indikation

  • Urethritis
  • Prostatitis
  • Zervizitis
  • Adenexitis
  • Konjunktivitis bei Neugeborenen
  • Pneumonie bei Neugeborenen

Dauer der Auftragsbearbeitung

  • Durchführung 1-2 x wöchentlich

Nachweisverfahren

  • Nukleinsäure­amplifizierung

1. Infektionen des Genitaltraktes

Untersuchungsmaterial

  • Erststrahlurin
  • Zervixabstrich*
  • (Urethralabstrich*)

* möglichst einen zellrei­chen Abstrich entnehmen

Bemerkungen

  • Material so schnell wie möglich in das Labor brin­gen, ansonsten Lagerung bei 2-8 °C.
  • Erststrahlurin mindestens 20 ml
  • Probenentnahmebesteck
    Cervix, Urethra
    STD-SWAB (Fa. Roche)
    Art.Nr.: 075392-0
    (über die Zentralapotheke erhältlich) erforderlich

Anleitung zur Gewinnung von Erststrahlurin

Gewinnung von Erststrahlurin

Nach einer Miktionspause von 1 - 2 Stunden werden die ersten

  • 5 - 20 ml
  • (zum Nachweis von Mykobakterien 30 - 50 ml)
  • (zum Nukleinsäurenachweis von Chlamydia trachomatis mindestens 20 ml)

Urin (möglichst erster Morgenurin) aufgefangen.

2. Neugeboreneninfektionen

Untersuchungsmaterial

  • Trachealsekret
  • Rachenabstrich*
  • Konjunktivalabstrich*

* Möglichst einen zellrei­chen Abstrich entnehmen

Bemerkungen

  • Material so schnell wie möglich in das Labor brin­gen, ansonsten Lagerung bei 2-8 °C.
  • Zur Probenentnahme Verwendung eines trocke­nen Tupfers.

Alle Befundinterpretationen können nur im Zusammenhang mit der klinischen Symptomatik erfolgen!


Stand: Februar 2008


Auszug Einsenderhinweise

II - Nukleinsäurenachweise

(alphabetisch geordnet)

E - F

Inhalt E

keine Eintragungen

Inhalt F

keine Eintragungen

G - H

Inhalt G

keine Eintragungen

Inhalt H

keine Eintragungen

I - J

Inhalt I

keine Eintragungen

Inhalt J

keine Eintragungen

K - L

Inhalt K

keine Eintragungen

O - P

Inhalt O

keine Eintragungen

Q - R

Inhalt Q

keine Eintragungen

Inhalt R

keine Eintragungen

S - T

Inhalt S

keine Eintragungen

U - W

Inhalt U

keine Eintragungen

Inhalt V

keine Eintragungen

Inhalt W

keine Eintragungen

X - Z

Inhalt X

keine Eintragungen

Inhalt Y

keine Eintragungen

Inhalt Z

keine Eintragungen


Infektionsserologie - Chlamydia trachomatis

Chlamydia trachomatis

Indikation

  • Urogenitale Infektionen
    (Urethritis, Epididymitis, Proktitis, Zervizitis, Salpingitis, Endometritis) durch Serogruppe D-K
  • Reaktive Arthritis
  • Einschlusskonjunktivitis/ Pneumonie bei Neugeborenen durch Serogruppe D-K

Untersuchungsmaterial

  • Serum

Methodik

  • ELISA, Antikörpernachweis IgG, IgA , quantitativ

Bewertung

Bei positivem Nachweis von IgG und IgA Antikörpern besteht serologisch ein Hinweis auf eine aktive Infektion.

Bei akuten C. trachomatis Infektionen kann der serologische Antikörperbefund trotz Klinik und positivem Erregernachweis negativ ausfallen.

Bei Wunsch nach serologischer Bestätigung wird eine Verlaufskontrolle nach 14 Tagen empfohlen.

Grenzwertige Ergebnisse können auf beginnende oder abklingende Infektionsstadien hinweisen. Eine Überprüfung in 14 Tagen wird empfohlen.

Alle Befundinterpretationen können nur im Zusammenhang mit der klinischen Symptomatik erfolgen!


Stand: April 2013


Auszug Einsenderhinweise