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II - Nukleinsäurenachweise



Diphtherie-Toxin-Gen tragende Corynebacterium diphtheriae Stämme


Allgemeines

  • Die Labordiagnostik der akuten Erkrankung erfolgt vorrangig über Mikroskopie, Kultur und die PCR.
  • Die einfache PCR ist hinreichend sensitiv und Erreger-spezifisch.
  • Die PCR erkennt die Gene, für die A und die B-Untereinheit des Diphtherie-Toxins.
  • Ein positives Amplicon wird sequenziert.

Indikation

  • Pseudomembranöse Beläge der Rachenschleimhaut bei klinischem Verdacht auf Diphtherie
    (z.B.: "Rachenbräune")

sehr selten:

  • auffällige Wunden mit Verdacht auf Wunddiphtherie

Dauer der Auftragsbearbeitung

  • Ein Nachweis ist am selben Werktag nach Einsendung möglich.
  • Diese dringende PCR-Anforderung muss bitte immer vorab telefonisch abgesprochen werden!
    0381- 494 5913

Untersuchungsmaterial

Folgende Materialien:

  • Rachen- bzw. Ton­sillenabstrich
    (nach Anheben der Membranen!)
  • Nasopharynx­abstrich
  • Wundabstrich/-sekret (Rarität!)
  • Kulturen mit Ver­dacht auf Coryne­bacterium diphthe­riae

Nachweisverfahren

PCR Gene der A und B-Untereinheit des Diphtherie-Toxins

Verfahren:

  • einfache PCR

Zielgen:

  • Diphtherie Toxin A- und B- Gen

Bemerkungen

  • Eventuelle antibiotische Vortherapien senken die Sensitivität der PCR.
  • Nukleinsäurenachweise sind jedoch prinzpiell un­abhängig von der Erreger­vitalität
    (siehe Allgemeine Bemer­kungen zur Molekularbio­logische Diagnostik).
  • Die kulturelle Anzüchtung wird - wenn immer mög­lich- in Parallele routine­mäßig im IMIKRO durch­geführt.
  • Der Nachweis des Impf­status kann über eine se­rologische Untersuchung erfolgen.
  • Eine suffiziente Immunisie­rung (evtl. Vorseren!) schließt die klinisch mani­feste Erkrankung faktisch aus.
  • Ein vollständiger Impfsta­tus verhindert jedoch nicht sicher das Keimträgertum!
  • Eine Umgebungsprophy­laxe kann durch Immuni­sierung und Penicillin G-Gabe durchgeführt wer­den.

Spektrum nachgewiesener Erreger

  • Diphtherie-Toxin-Gen tragende Corynebacterium diphtheriae Stämme

Sensitivitätsgrenze des Verfahrens

  • ≥ 1000 Genomäquivalente

ICD10-Kodierung

    • Rachen-Diphtherie

    A36.0


      • Sonstige Diphtherie

      A36.8


      Interpretation

      • Die Interpretation hat immer im Kontext mit dem klinischen Bild zu erfolgen.
      • Eine positive PCR belegt die Isertion der Toxin-Gene im Corynebacterium diphtheriae-Stamm.

      Meldepflicht

      • Der direkte und indirekte Nachweis von Toxin-bildendem C. diphtheriae (PCR, Kultur) ist bei Verdacht auf eine akute Infektion nach §7 IfSG durch das die Patienten - Pro­ben bearbeitende Labor meldepflichtig!
      • Gleiches gilt für den klinischen Diphtherie-Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie den Tod nach §6 IfSG durch den behandelnden Arzt!

      Alle Befundinterpretationen können nur im Zusammenhang mit der klinischen Symptomatik erfolgen!


      Stand: März 2007



      II - Nukleinsäurenachweise

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