header

II - Nukleinsäurenachweise



Mykobakterien des Tuberculosis-Komplexes


Allgemeines

  • Die Labordiagnostik der akuten Erkrankung erfolgt vorrangig über Mikroskopie, Kultur und die PCR.
  • Die einfache PCR ist sensitiv und Erreger-spezifisch.
  • Die PCR erkennt Mykobakterien des Tuberculosis-Komplexes
    • M. tuberculosis,
    • M. bovis,
    • M. mirotii,
    • M. africanum.

  • Atypische Mykobakterien werden von dieser PCR nicht erkannt!
  • Anschließend wird über eine spezif. Sonden-Hybridisierung die Identität als Myko­bakterien des Tuberculosis-Komplexes gesichert.

Indikation

  • Verdacht auf persitierende respira­torische Infektionen, z.B.
    • therapie­resistenter Husten,
      insbesondere bei Risikokonstellationen
      • Immun­suppression,
      • Alkoholismus,
      • hohes Lebensalter

  • Auffällige Bildgebung
    • der Lunge z.B.
      • Oberlappen betonte Infiltrate,
      • Hiluslympfknotenschwellung
    • oder anderer Organe (z.B. Niere)

  • Gewebebiopsien mit eptheloid­zelligen Granulome
    • (insbesondere Lymphknoten)

  • Verdacht auf basale TB-Meningitis bzw. zerebrales Tuberkulom

Dauer der Auftragsbearbeitung

  • Ein Nachweis ist innerhalb von 2- 3 Werktagen nach Einsendung möglich.

Dringende PCR-Anforderungen bitte vorab telefonisch absprechen
0381- 494 5935
0381- 494 5934


Untersuchungsmaterial

Zumeist respiratorischem Material:

  • Sputum
  • Trachealsekret
  • Bronchialsekret
  • Bronchoalveoläre Lavage (BAL)
  • Pleurapunktate
  • Gewebebioptate

Außerdem können noch

  • Urin
  • Genitale Sekrete und
  • Gewebebioptate (Lymphknoten, Knochen) sowie
  • Proben von soliden Organen (Leber, Milz)

untersucht werden.


Nachweisverfahren

PCR Mycobakterien des Tuberkulosis-Komplexes

Sondenspezifität:

  • M. tuberculosis
  • M. bovis
  • M. microti
  • M. africanum

Verfahren:

  • einfache PCR mit spez. Hybridisie­rung

Zielgen:

  • Insertions­element IS6110
    (ca. 5-20 mal im Genom enthalten)

PCR Mycobakterien des Tuberkulosis-Komplexes

Sondenspezifität:

  • M. tuberculosis
  • M. bovis
  • M. microti
  • M. africanum

Verfahren:

  • nested PCR

Zielgen:

  • Insertions­element IS6110
    (ca. 5-20 mal im Genom enthalten)

Bemerkungen

  • Eventuelle antibiotische Vortherapien senken die Sensitivität der PCR.
  • Nukleinsäurenachweise sind jedoch prinzpiell un­abhängig von der Erreger­vitalität
    (siehe Allgemeine Bemer­kungen zur Molekularbio­logische Diagnostik).
  • Eine Verlaufskontrolle mittels PCR ist deshalb nicht sinnvoll!
  • Die kulturelle Anzucht wird - wenn immer möglich- routinemäßig im IMIKRO durchgeführt.
  • Der indirekte Infektions­nachweis über den Quantiferon-Test d. h. einer immunologischen Reaktion gegen Myko­bakterien des Tuberculo­sis-Komplexes im spezif. Elisa ist sinnvoll, belegt aber zunächst nur den Kontakt mit den entspre­chenden Mykobakterien, ggf. auch ohne sympto­matische Infektion.

Spektrum nachgewiesener Erreger

Mykobakterien des Tuberculosis-Komplexes

  • M. tuberculosis
  • M. bovis
  • M. mirotii
  • M. africanum

Sensitivitätsgrenze des Verfahrens

Einfache PCR

  • ≥ 100 Genomäquivalente

Nested PCR

  • ≥ 10 Genomäquivalente

ICD10-Kodierung

Pulmonale Infektion

  • A15.0
  • A15.3 (nur PCR positiv)

Lympfknoten-TBC

  • A18.2

Urogenital-TBC

  • Mann: N51.
  • Frau:  N74.1

Niere/Ureter

  • N29.1

Interpretation

  • Die Interpretation hat immer im Kontext mit dem klinischen Bild zu erfolgen.
  • Ein positiver Nachweis von Mykobakterien des Tuberculosis-Komplex-spezifischen DNA-Sequenzen in hoher Kopienzahl (= positive 1. PCR) belegt bei entsprechender Klinik die Infektion.
  • Positive Nachweise mittlerer Kopienzahl (negative 1. PCR mit positiver Hybridisie­rung) sind kontrollbedürftig.
  • Positive Nachweise in geringer Kopienzahl aus respiratorischen Material (= positive nested PCR) können auch bei Zellzerfall (Tumorleiden) vorkommen.
  • Bei der Interpretation der TB-Komplex-PCR-Befunde ist die Einbeziehung des klini­schen, mikroskopischen und kulturellen Befundes deshalb besonders wichtig.

Meldepflicht

  • Der direkte Nachweis von säurefesten Stäbchen / Mykobakterien des Tuberculo­sis-Komplexes ist bei Verdacht auf eine akute Infektion (Mikroskopie, PCR, Kultur) nach §7 IfSG durch das die Pat.-Proben bearbeitende Labor meldepflichtig!
  • Gleiches gilt für das Ergebnis der Resistenzbestimmung!
  • Die Erkrankung und der Tod sind auch nach §6 IfSG durch den behandelnden Arzt meldepflichtig; - unabhängig vom Labornachweis!

Alle Befundinterpretationen können nur im Zusammenhang mit der klinischen Symptomatik erfolgen!


Stand: März 2007


Auszug Einsenderhinweise


Hygienemerkblatt: Tuberkulose

Tuberkulose

Außer offener Lungentuberkulose

Meldepflicht

Laut Infektionsschutzgesetz §6 (1) sind Erkrankung und Tod, auch wenn ein bakteriologischer Nachweis nicht vorliegt sowie Personen, die an einer behandlungsbedürftigen Lungentuberkulose leiden, eine Behandlung aber verweigern, namentlich zu melden an:

Gesundheitsamt
Abteilung Infektionsschutz
Paulstraße 22
18055 Rostock
0381 / 381 5369

Meldepflichtig ist der feststellende Arzt.

Formulare sind über hier bzw. im SAP abrufbar.

Laut Infektionsschutzgesetz § 7 (1) ist der direkte Nachweis von Mycobacterium tuberculosis namentlich zu melden.
Meldung erfolgt durch das Labor!

Meldebogen „Tuberkulose-Kontaktperson“ ist über www.imikro.uni-rostock.de abrufbar

Benachrichtigung der Hygienefachkraft
0381 494 5014

Erreger

Mycobacterium tuberculosis

Infektiöses Material

Je nach Lokalisation

Atemwegssekrete, Eiter, Urin, Liquor, Fäzes (Stuhl), Blut, genitaler Ausfluss, Bioptate

Übertragungsweg

Geschlossene Lungentuberkulose

Selten Kontaktübertragung

Sehr selten auch aerogene Übertragung

Für alle anderen Formen nur Kontaktübertragung und nur in Verbindung mit dem jeweils belasteten Material, Übertragungsrisiko extrem gering

Von Patienten mit geschlossener Tuberkulose geht in der Regel nur ein geringes Infektionsrisiko aus!

Inkubationszeit

Wochen bis Monate

Dauer der Infektiosität

Wochen bis viele Monate

Diagnostik (zum Erstnachweis bzw. Verlauf)

Mikroskopischer, molekularbiologischer (PCR) sowie kultureller Erregernachweis aus den oben genannten Untersuchungs­materialien

Hygienemaßnahmen/Schutzmaßnahmen

Isolierung

Bei Verdacht auf Lungen-Tbc Isolierung für aerogen übertragene Erreger bis zur Abklärung des Status

„offene Lungen-Tbc“
(derzeit definiert durch den mikroskopischen bzw. molekular­biologischen Erregernachweis aus Atemwegsmaterial; siehe eigenes Merkblatt) bzw.

„geschlossene Lungen-Tbc“
(derzeit definiert durch kulturellen Erregernachweis bzw. eine klinische Diagnose bei negativem mikroskopischen Nachweis)

erforderlich!

Bei geschlossener Lungen-Tbc

Weiterführung der Isolierung bis 7 Tage nach Einleitung der spezifischen Therapie bei stationären Patienten bzw. bis zur Entlassung des Patienten zwecks Einleitung/Fortführung der Therapie in der Häuslichkeit.

Bei einer urogenitalen und intestinalen Tbc sowie bei fistelnden Tuberkuloseformen kann die Isolierung erforderlich sein, wenn eine Verbreitung von Krankheitserregern z. B. durch verwirrte bzw. sehr junge Patienten zu befürchten ist.

Bei urogenitalen/intestinalen Manifestationen ist die Nutzung einer separaten Toilette indiziert.

Entisolierung

In Absprache mit der Krankenhaushygiene

Kontaktpatienten

Bei (kumulativ) 40 Stunden ungeschützter Anwesenheit im selben Raum (z. B. Mitpatienten) sowie Personen mit einem erhöhten Risiko durch ungeschützte Exposition gegen Atemwegsmaterialien
(z. B. beim Absaugen, Reanimation, Bronchoskopie ohne Mund-Nasen-Schutz)
muss eine Meldung an das Gesundheitsamt erfolgen (Meldebogen „Tuberkulose-Kontaktpersonen (Patienten/Personal)“ abrufbar im Intranet /Formulare/SAP)

Besucher

Standardhygiene ist ausreichend.

Es gelten daher keine weiteren Einschränkungen für Besucher, Studierende und Mitarbeiter anderer Bereiche.

Ambulanter Bereich/Aufwachraum

Standardhygiene ausreichend

Händedesinfektion

Händedesinfektion gemäß Basishygieneordnung.

Alle im Hause verfügbaren Händedesinfektionsmittel sind geeignet.

Einwirkzeit beachten: 2 x 30 sec!

Einmalhandschuhe

Erforderlich bei Kontakt mit erregerhaltigem Material, Körper­flüssigkeiten oder Ausscheidungen

Nach dem Ablegen hygienische Händedesinfektion!

Schutzkittel

Erforderlich bei Kontakt mit erregerhaltigem Material, Körper­flüssigkeiten oder Ausscheidungen

Mund–Nasenschutz/Schutzbrille

Bei geschlossener Lungen-Tbc

Bis zur Entisolierung FFP2-Maske, aber keine Schutzbrille erforderlich.

Bei extrapulmonal lokalisierter Tbc

M-N-S bzw. Schutzbrille nicht erforderlich!

Das Tragen eines M-N-S verhindert allerdings das unabsicht­liche Berühren von Mund oder Nase mit kontaminierten Fingern. Daher ist es dem einzeln Beschäftigten in solchen Fällen freigestellt, einen M-N-S zu nutzen.

Wäscheentsorgung

Entsorgung im fest verschlossenen Wäschesack

Geschirr

Geschirrspülautomat, Betriebstemperatur > 60°C.

Sofern vorhanden, chemisch-thermische Desinfektion mit Gewerbegeschirrspüler

Pflege-/ Behandlungs- und Untersuchungsgeräte u.- Hilfsmittel (Medizinprodukte)

Nach Gebrauch desinfizieren bzw. Aufbereitung nach Herstellerangaben bzw. verwerfen

Abfallentsorgung

Normale Entsorgung (‘‘Krankenhausspezifische Abfälle‘‘–AS 180104/180101/Abfallgruppe B)

Fäzes und Urin in die Kanalisation

Flächendesinfektion

Desinfektion nach Kontamination, bei Entlassung bzw. routinemäßig laut Basis – Hygieneordnung
(siehe BHO: Desinfektion)

Desinfektionsmittel laut Desinfektionsplan

Patiententransfer

Beim Transport sind keine Besonderheiten zu beachten.

Standardhygiene ist ausreichend!

Besonderheiten im OP

Es ist nicht notwendig, infektiöse Patienten am Ende des Programms zu behandeln.

Standardhygiene ist ausreichend!

Besonderheiten für das Personal

Schwangere Mitarbeiterinnen

Arbeiten auf Station ist möglich.

Kontakt mit Sekreten oder Exkreten des erkrankten Patienten muss vermieden werden.

Bei (kumulativ) 40 Stunden ungeschützter Anwesenheit im selben Raum (z. B. Mitpatienten) sowie Personen mit einem erhöhten Risiko durch ungeschützte Exposition gegen Atem­wegsmaterialien (z. B. beim Absaugen, Reanimation, Bronchoskopie ohne Mund-Nasen-Schutz) muss eine Meldung an das Gesundheitsamt erfolgen (Meldebogen „Tuberkulose-Kontaktpersonen (Patienten/Personal)“ abrufbar im Intranet /Formulare/SAP)


Stand: November 2016


Tuberkulose (außer offener Lungentuberkulose)

Hygienemerkblatt: Offene Lungentuberkulose

Offene Lungentuberkulose

Meldepflicht

Erkrankung und Tod, auch wenn ein bakteriologischer Nachweis nicht vorliegt sowie Personen, die an einer behandlungsbedürftigen Lungentuberkulose leiden, eine Behandlung aber verweigern, sind namentlich zu melden an:

Gesundheitsamt
Abteilung Infektionsschutz
Paulstraße 22
18055 Rostock
0381 3815369

Formulare sind hier bzw. im SAP abrufbar.

Meldepflichtig ist der feststellende Arzt.

Laut Infektionsschutzgesetz § 7 (1) ist der direkte Nachweis von Mycobacterium tuberculosis namentlich zu melden.
Meldung erfolgt durch das Labor!

Meldebogen „Tuberkulose-Kontaktpersonen“ hier

Benachrichtigung der Hygienefachkraft
+49 (0) 381 494 5014

Erreger

Mycobacterium tuberculosis - Komplex

  • M. tuberculosis
  • M. bovis
  • M. africanum

Infektiöses Material

Respiratorische Sekrete

Übertragungsweg

Aerogene Übertragung

Kontaktübertragung über kontaminierte Hände oder Medizin­produkte möglich

Inkubationszeit

D. h. die Zeit zwischen Infektion mit M. tuberculosis und einer messbaren Immunantwort.

Im Durchschnitt 6 - 8 Wochen

Ca. 90% der Infektionen verlaufen asymptomatisch; Bakterien persistieren in (verkalkten) Lymphknoten Reaktivierung nach Jahrzehnten möglich!

Dauer der Infektiosität

So lange säurefeste Stäbchen mikroskopisch nachweisbar sind (z. B. im Sputum, abgesaugtem Bronchialsekret, Magensaft).

Unter einer wirksamen antituberkulösen Kombinationstherapie sind Patienten innerhalb von 2-3 Wochen i.d.R. nicht mehr infektiös.

Die Einschätzung obliegt dem behandelnden Arzt!

Diagnostik (zum Erstnachweis bzw. Verlauf)

Mikroskopischer, molekularbiologischer (PCR) und kultureller Erregernachweis aus den Untersuchungs­materialien

Hygienemaßnahmen/Schutzmaßnahmen

Wichtig:
Patienten zur Hustenetiquette  anhalten, d.h. niemanden direkt anzuhusten bzw. Mund und Nase beim Husten mit einem Tuch (innerhalb des Patientenzimmers) bzw. mit einem Mund-Nasen-Schutz (siehe unten) bedecken!

Isolierung

Bereits bei Verdacht!

Zimmer mit eigener Nasszelle

Patient sollte Zimmer so wenig wie möglich verlassen, wenn Verlassen erforderlich - siehe Mund–Nasenschutz!

Besucher müssen sich vor Betreten des Zimmers beim Stationspersonal melden.
Besucherkreis ist auf die wichtigsten Bezugspersonen (keine Kinder unter 5 Jahren, 5- bis 14-jährige nur in begründeten Ausnahmefällen) zu beschränken.

Die Tür des Zimmers muss stets geschlossen sein!

Häufiges Lüften des Zimmers bei geschlossener Tür
(wenn keine RLT-Anlage vorhanden ist)
Wenn eine RLT-Anlage vorhanden ist, ist im Patientenzimmer ein Unterdruck einzustellen

Keine Kohortenisolierung Superinfektion ist nicht auszuschließen. Ausgenommen sind Fälle mit direkter Infektion z. B. von Mutter zu Kind bzw. mit erwiesener klonaler Identität der Erreger.

Entisolierung

Bis zum Vorliegen von 3 innerhalb einer Woche gewonnenen negativen Sputumdirektpräparaten.

Jede Entscheidung zur Isolierung muss individuell vom behandelnden Arzt getroffen werden.

Kontaktpatienten

Bei (kumulativ) mind. 8 Stunden ungeschützter Anwesenheit im selben Raum muss eine Meldung an das Gesundheitsamt erfolgen

Meldebogen „Tuberkulose-Kontaktpersonen (Patienten)“ abrufbar im Intranet /Formulare/SAP

Besucher

Der Besucherverkehr soll eingeschränkt werden.

Die jeweiligen Patientenzimmer sind mit der Isolierungstafel zu kennzeichnen.

Alle Personen (Besucher wie Mitarbeiter) müssen sich vor dem Betreten des Zimmers im Stationsstützpunkt melden.

Die Besucher werden vom Stationspersonal über die Infektionsrisiken informiert und in die speziellen Hygienemaßnahmen eingewiesen.

Grundsätzlich gelten die gleichen Hygienemaßnahmen wie für das medizinische Personal.

Ambulanter Bereich/Aufwachraum

Patienten sind zu Beginn oder am Ende der Sprechstunde einzubestellen (ggf. in einem separaten Raum).

Es gelten dieselben hygienischen Maßnahmen wie bei einem stationärem Aufenthalt.

Händedesinfektion

Händedesinfektion gemäß Basishygieneordnung

Alle im Hause verfügbaren Händedesinfektionsmittel sind geeignet.

Einwirkzeit 2 x 30 sec!

Patient

Insbesondere nach Hantieren mit Einmaltaschentüchern

Vor dem Anlegen eines M-N-S

Einmalhandschuhe

Erforderlich bei Kontakt mit erregerhaltigem Material, Körper­flüssigkeiten oder Ausscheidungen

Nach dem Ablegen hygienische Händedesinfektion!

Schutzkittel

Erforderlich beim Betreten des Patientenzimmers.

Beim Verlassen im Zimmer bzw. in der Schleuse entsorgen.

Mund–Nasenschutz

Erforderlich!

Schutzwirkung hängt maßgeblich vom korrekten Tragen ab!

Personal/Besucher:

Tragen von speziellen Schutzmasken

FFP2-Maske mit Ausatemventil über die Zentralapotheke erhältlich

Bei multiresistenten M. tuberculosis-Stämmen
Tragen von FFP3-Masken
Mehrmalgebrauch möglich (Firmenangabe beachten)

Die Schutzmaske muss vor Betreten des Patientenzimmers angelegt werden!

Auf korrekten Sitz achten!

Patient:

Anlegen des Mund–Nasenschutzes (M-N-S) vor Verlassen des Zimmers

Wechsel bei Beeinträchtigung der Funktion z. B. Durchfeuchtung

Patienten, von denen ein spezielles Risiko ausgeht (Resistenzen und Multiresistenzen) tragen außerhalb des Isolationsraumes eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil

Schutzbrille

Keine

Wäscheentsorgung

Entsorgung im fest verschlossenen Wäschesack

Geschirr

Geschirrspülautomat, Betriebstemperatur > 60°C
Sofern vorhanden, chemisch-thermische Desinfektion mit Gewerbegeschirrspüler

Pflege-/ Behandlungs- und Untersuchungsgeräte u.- Hilfsmittel (Medizinprodukte)

Nach Gebrauch desinfizieren bzw. Aufbereitung nach Herstellerangaben bzw. verwerfen

Abfallentsorgung

Nur die mit infektiösem Material kontaminierten Gegenstände müssen als Abfall der Gruppe C (AS 18 01 03; schwarze Tonne) entsorgt werden

Sonst normale Entsorgung (‘‘Krankenhausspezifische Abfälle‘‘- AS 180104 / 180101/ Abfallgruppe B)

Fäzes (Stuhl) und Urin in die Kanalisation

Flächendesinfektion

Desinfektion aller erreichbaren Flächen

Desinfektionsmittel laut Desinfektionsplan Gebrauchskonzentration auf 0,5% erhöhen!

Eine Verneblung der Raumluft durch Formaldehyd ist nicht erforderlich (nur auf Empfehlung des Amtsarztes!)

Patiententransfer

Die Zieleinrichtung ist über Infektion zu informieren.

Kontakt zu anderen Patienten und Besuchern vermeiden.

Patient:

Trägt einen Mund-Nasen-Schutz (siehe Erklärung M-N-S)

Personal (unmittelbar betreuendes Personal):

Trägt Schutzkittel, FFP2-Maske (siehe Erklärung M-N-S)

Im Anschluss an den Transport erfolgt eine Wischdesinfektion aller möglichen Kontaktflächen (siehe Flächendesinfektion)

Entsorgung der Schutzkleidung

Hygienische Händedesinfektion

Besonderheiten im OP

Am Ende des OP-Programms, danach Wischdesinfektion

Siehe Desinfektionsmittelplan

Flächendesinfektion 0,5 %

Besonderheiten für das Personal

Bei Kontakt ohne Schutzmaßnahmen

Meldung an Betriebsärztin und Gesundheitsamt
(Meldebogen „Tuberkulose-Kontaktpersonen“ abrufbar im Intranet/Formulare/SAP)

Schwangere Mitarbeiterinnen

Arbeiten auf Station ist möglich.

Kontakt mit dem erkrankten Patienten ist zu vermeiden.


Stand: November 2016


Offene Lungentuberkulose

II - Nukleinsäurenachweise

(alphabetisch geordnet)

N

keine Eintragungen

O

keine Eintragungen

Q

keine Eintragungen

R

keine Eintragungen

S

keine Eintragungen

U

keine Eintragungen

V

keine Eintragungen

W

keine Eintragungen

X

keine Eintragungen

Y

keine Eintragungen

Z

keine Eintragungen