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Basishygieneordnung der UMR

Beatmung

Allgemeines

Die hygienische Händedesinfektion ist die wichtigste Präventivmaßnahme zur Verhütung von Beatmungspneumonien.

Masken

  • Nach Benutzung Aufbereitung in der ZSVA

  • Staubfrei aufbewahren

Beatmungsbeutel


  • Aufbereitung bei Patientenwechsel in der ZSVA oder Wischdesinfektion der äußeren Oberflächen (bei Verwendung von Filtern)

  • Bei Verwendung an einem Patienten täglich Wischdesinfektion von außen

  • Bei der Beutelbeatmung ist das Tragen eines Mund- Nasenschutzes zu empfehlen

Beatmungsfilter

  • Einsatz erfolgt zwischen Trachealtubus und Y – Stück

  • Maximale Verwendungsdauer 48h bzw. nach Herstellerangaben

  • Sofortiger Wechsel bei mechanischer Dysfunktion und grober Kontamination bzw. bei Patientenwechsel

  • Mit Datum versehen

  • Im OP bzw. bei mobilen Beatmungsgeräten nur hydrophobe Filter zum Schutz der Schläuche und der Maschine einsetzen

    • Filtern Bakterien evtl. Viren
    • Nebeneigenschaft partielle Befeuchtung der Atemluft
    • Verwendung max. 24h bzw. pro Patient

  • Auf ITS sind Kombinationen aus mechanischem Filter und hygroskopischer Membran zu verwenden

    • Passive Anfeuchtung der Atemluft plus Filtern von Partikeln wie z. B. Bakterien
    • Ein zusätzlicher Gerätefilter bei Medikamentenverneblung (um technische Störungen durch rückgeatmetes Medikament auszuschließen) ist dann nicht mehr erforderlich
    • Verwendungsdauer verkürzt sich bei Medikamentenverneblung auf 24h
    • Verneblerkapsel muss zwingend zwischen Patient und Filter eingebaut sein

Beatmungsgeräte

  • Täglich und bei Patientenwechsel Wischdesinfektion der Geräteoberflächen

  • An schwer zugänglichen Stellen Sprühdesinfektion

  • Bei Narkosebeatmungsgeräten keine regelhafte Desinfektion und Sterilisation des Kreissystems

  • Vor einem Wiedereinsatz, eines zuvor für einen anderen Patienten genutzten Gerätes, ist eine hygienische Aufbereitung erforderlich

    • Wischdesinfektion des Gerätes
    • Schlauch- und Filterwechsel
  •  Das gesamte Exspirationszubehör ist in der Regel nach 30 Tagen zu wechseln

Beatmungsschläuche

  • Wechsel nicht häufiger als alle 7 Tage

  • Sofortiger Wechsel bei Beschädigung oder sichtbarer Verschmutzung

  • Auf ITS:

    • Patientenbezogener Einsatz der Beatmungsschläuche (unabhängig vom Einsatz von Filtern)
    • Narkosebeatmungen siehe BHO: Narkosegeräte

  • Regelmäßiges Entfernen des Kondenswassers aus den Beatmungsschläuchen und Wasserfallen in Ablassgefäße.

    • Dabei muss darauf geachtet werden, dass kein Kondensat zum Patienten zurückfließt!
    • Ablassgefäße Patientenbezogen verwenden
    • Entsorgung der Ablassgefäße im unreinen Arbeitsraum, Gefäß desinfizierend aufbereiten bzw. wenn Einmalprodukt verwerfen

Endotrachealtuben

Der infektionspräventive Nutzen silberbeschichteter Endotrachealtuben ist noch ungeklärt.


Stand: November 2016


Beatmung


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