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Basishygieneordnung der UMR

Patienteninformation zur

Isolierung bei Cystischer Fibrose (Mukoviszidose)

für Personal*, Patienten, Eltern, Begleitpersonen

* für das Personal gilt zusätzlich die BHO sowie das HMB „Cystische Fibrose (Mukoviszidose)“


Pseudomonas aeruginosa, Burkholderia cepacia/Burkholderia spp.

Personal

 

Händedesinfektion

Handschuhe

Kittel

Mundschutz

im Patientenzimmer

X

 

X

 

im Haus, Röntgen, Sono, u.ä.

X

 

X

 

ambulante Vorstellung

X

 

X

 

Eltern, Begleitpersonen

 

Händedesinfektion

Handschuhe

Kittel

Mundschutz

im Patientenzimmer

X

 

 

 

Patient

 

Händedesinfektion

Handschuhe

Kittel

Mundschutz

Verlassen des Patientenzimmers

X

 

 

X

im Haus, Röntgen, Sono, u.ä.

X

 

 

X

in der Klinik, außerhalb der Station (besser vermeiden)

X

 

 

X

ambulante Vorstellung

X

 

 

X

Kg ambulant, nur 1 Pat./Tag (besser Hausbesuche)

X

 

 

X


3/4 MRGN Enterobakterien/Acinetobacter

Personal

 

Händedesinfektion

Handschuhe

Kittel

Mundschutz

im Patientenzimmer

X

X

X

X

im Haus, Röntgen, Sono, u.ä.

X

X

X

X

ambulante Vorstellung

X

X

X

X

Eltern, Begleitpersonen

 

Händedesinfektion

Handschuhe

Kittel

Mundschutz

im Patientenzimmer

X

 

 

 

Patient

 

Händedesinfektion

Handschuhe

Kittel

Mundschutz

Verlassen des Patientenzimmers

X

 

 

X

im Haus, Röntgen, Sono, u.ä.

X

 

 

X

in der Klinik, außerhalb der Station (besser vermeiden)

X

 

 

X

ambulante Vorstellung

X

 

 

X

Kg ambulant, nur 1 Pat./Tag (besser Hausbesuche)

X

 

 

 


Stand: Januar 2016


Patienteninformation zur Isolierung bei Cystischer Fibrose (Mukoviszidose)


Hygienemerkblatt: Cystische Fibrose (Mukoviszidose)

Cystische Fibrose (Mukoviszidose)

Meldepflicht

Laut Infektionsschutzgesetz §6 (3) bei mehr als 2 Erkrank­ungen mit den u. g. Erregern, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird.

Nicht namentlich melden (durch Hygienefachkraft) an:

Gesundheitsamt, Abteilung Infektionsschutz
Paulstr. 22; 18055 Rostock
0381 3815369

Formulare sind hier bzw. im SAP abrufbar

Erreger

Betrifft hier folgende Erreger:

  • Pseudomonas spp.
  • Burkholderia cepacia/Burkholderia spp.
  • Multiresistente Gram-negative Stäbchen,
    d.h. Enterobakterien insbesondere:
    • E. coli
    • Klebsiella spp.
    • Enterobacter spp.
    • Nonfermenter (Acinetobacter baumannii)

3 MRGN

Empfindlich für nur noch eine Substanzgruppe aus den Gruppen:
Acylureidopenicilline, 3./4. Generations-Cephalosporine, Carbapeneme, Fluorochinolone.

Etwaige Ausnahmen von dieser Regel werden im Laborbefund definiert.

4 MRGN

Resistent gegenüber allen 4 Antibiotikagruppen.

Infektiöses Material

Atemwegssekrete
(vorübergehende bzw. dauerhafte Besied­lung von Haut und Schleimhaut möglich)

Kontamination bzw. dauerhafte Besiedlung von Oberflächen insbesondere in Feuchtbereichen in der unmittelbaren Patientenumgebung möglich (z. B. Waschbecken, Wasserhähne, Siphons, Wasserbäder, Vorratsbehälter von Befeuchtungsapparaten, Medizinprodukte zur Lungenfunktionsdiagnostik)

Übertragungsweg

Kontakt mit kontaminierten Händen bzw. kontaminiertem Material

Aerogene Übertragung bei Besiedlung des Nasen- Rachen­raumes möglich.

Inkubationszeit

Keine Inkubationszeit für die symptomlose Besiedlung.

Bei manifesten Infektionen unterschiedlich lange Inkubations­zeiten (meist mehrere Tage) für die verschiedenen Erreger.

Dauer der Infektiosität

Im Einzelfall nicht bekannt.

Diagnostik (zum Erstnachweis bzw. Verlauf)

Regelhaft erfolgt der Nachweis mit Kulturmethoden.

Verlaufskontrolle frühestens 1 Tag nach Beendigung der anti­biotischen Therapie.

Hygienemaßnahmen/Schutzmaßnahmen

Die Lagerung der persönlichen Schutzausrüstung kann im bzw. vor dem Patientenzimmer erfolgen.

Dabei sind die baulichen Gegebenheiten sowie etwaige Patienten-spezifische Regelungen im Hygienemanagement entscheidend

Isolierung

Erforderlich

Wenn möglich, mit eigener Sanitärzelle

Kohortenisolierung ggf. für Patienten mit Erregern derselben Spezies, Rücksprache mit dem IMIKRO

Entisolierung

Isolierung bis zur Entlassung

Isolierungsdauer

Während des gesamten Kliniksaufenthalt

Kontaktpatienten

Der Kontakt zu anderen CF-Patienten/Immunsupprimierten ist zu vermeiden.

Besucher

Die jeweiligen Patientenzimmer sind mit Isolierungstafeln zu kennzeichnen.

Alle Personen (Besucher wie Mitarbeiter) müssen sich vor dem Betreten des Zimmers im Stationsstützpunkt melden.

Das Anlegen von Schutzkleidung ist nicht erforderlich.

Händehygiene siehe unter Hyg. Händedesinfektion

Siehe auch „Patienteninformation Cystische Fibrose - (Mukoviszidose)“ - über www.imikro.med.uni-rostock.de bzw. im SAP abrufbar

Ambulanter Bereich/Aufwachraum (u. a. Physiotherapie, Kg)

Patienten sind zu Beginn oder am Ende der Sprechstunde einzubestellen
(ggf. in einem separaten Raum)

Händedesinfektion

Händedesinfektion gemäß Basishygieneordnung.

Alle im Hause verfügbaren Händedesinfektionsmittel sind geeignet.

Einwirkzeit beachten!

Patienten/Begleitpersonen/Besucher:

Werden durch das Personal zu regelmäßiger Händedes­infektion aufgefordert (Anleitung durch das Stationspersonal).

Einmalhandschuhe

Personal:

Erforderlich beim Umgang mit kontaminiertem Material, dem Patienten selbst oder der kontaminierten Umgebung

Schutzkittel/Schürze auch beim Bettenmachen!

Entsorgung im Zimmer bzw. in der Schleuse.

Patienten, Begleitpersonen:

Nicht erforderlich

Schutzkittel

Personal:

Erforderlich beim Umgang mit kontaminiertem Material, dem Patienten selbst oder der kontaminierten Umgebung.

Schutzkittel/Schürze auch beim Bettenmachen!

Entsorgung im Zimmer bzw. in der Schleuse.

Patienten, Begleitpersonen:

Nicht erforderlich

Mund–Nasenschutz

Pseudomona aeruginosa, Burkholderia cepacia/Burkholderia spp.:

Personal/Begleitpersonen:

Nicht erforderlich

Patient:

Anlegen vor Verlassen des Zimmers/im ambulanten Bereich
(Anleitung zum korrekten Sitz durch das Stationspersonal)

3/4 MRGN - Enterobakterien/Acinetobacter:

Personal:

Beim direkten Patientenkontakt
(Infektion bei Maßnahmen, bei denen mit Aerosolbildung zu rechnen ist - Absaugung, Intubation etc.).

Entsorgung im Zimmer bzw. in der Schleuse.

Patient:

Anlegen vor Verlassen des Zimmers/im ambulanten Bereich (Anleitung zum korrekten Sitz durch das Stationspersonal)

Wäscheentsorgung

Entsorgung im Patientenzimmer bzw. Schleuse.

Transport zur Wäscherei im fest verschlossenen Wäsche­sack. Die Entsorgung im Plastiksack ist nur bei Durch­feuchtung notwendig

Geschirr

Geschirrspülautomat, Betriebstemperatur > 60°C.

Sofern vorhanden, chemisch-thermische Desinfektion mit Gewerbegeschirrspüler

Medizinprodukte: (z. B. Pflege-/Untersuchungsmaterial)

Patienten-bezogen einsetzen

Nach Gebrauch desinfizierend reinigen bzw. Aufbereitung nach Herstellerangaben bzw. verwerfen

Abfallentsorgung

Normale Entsorgung (‘‘Krankenhausspezifische Abfälle‘‘ – AS 180104/180101/Abfallgruppe B);

Fäzes und Urin in die Kanalisation

Flächendesinfektion

Tägl. Desinfektion aller erreichbaren Flächen im Patienten­zimmer/Ambulanz

Bei Entlassung bzw. sofortige Desinfektion nach Konta­mination

Desinfektionsmittel lt. Plan

Patiententransfer

Zieleinrichtung informieren.

Personal:

Schutzmaßnahmen entsprechend der Vorgaben dieses Merkblatts für den direkten Kontakt mit den entsprechenden Patienten.

Patienten:

Mund-Nasen-Schutz aufsetzen

Besonderheiten im OP

Es ist nicht notwendig, infektiöse Patienten am Ende des Programms zu behandeln.

Wenn beim direkten Patientenkontakt kein Schutzkittel getragen wird, Wechsel der Bereichskleidung.

Besonderheiten für das Personal

Schwangere Mitarbeiterinnen:

Kontakt mit dem Patienten ist unter strikter Beachtung der Standardhygieneregeln erlaubt.

Invasive Maßnahmen dürfen nicht durchgeführt werden.


Stand: Januar 2016


Cystische Fibrose (Mukoviszidose)


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