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Basishygieneordnung der UMR

Vollständig implantierte intravasale Systeme (Portsysteme)

Allgemeines

Anordnungs - und Durchführungsverantwortung: ARZT

Implantation von Portsystemen

Implantation von Portsystemen erfolgt unter aseptischen Bedingungen im OP oder im Eingriffsraum mit maximalen Barrieremaßnahmen.

Punktion des Ports und Anschluss von Infusionssystemen

  • Vor Manipulationen am Portsystem hygienische Händedesinfektion!
  • Für die Punktion, bei der eine Palpation und Fixierung der Portkammer zwischen den palpierenden Fingern erfolgt, müssen sterile Handschuhe getragen werden.
  • Großflächige Desinfektion der Punktionsstelle mit sterilen Tupfern und einem Clorhexidin- oder Octenidin-Alkoholkombinationspräparat.
    • Einwirkzeit 60 Sekunden
  • Verwendung von geeigneten Spezialkanülen.
  • Aseptisches Konnektieren des Infusionssystems.

Wechsel der Portnadeln

  • Laut Herstellerangaben

Verband/Verbandwechsel von Portsystemen (bei angeschlossener Portnadel)

  • Aseptisches Vorgehen beim Verbandwechsel
  • Hygienische Händedesinfektion vor und nach dem Verbandwechsel!
  • Tägliche Inspektion der Verbände.
    • Bei Gazeverband Palpation der Insertionsstelle.
  • Verbandwechsel nur bei Bedarf bzw. spätestens nach 7 Tagen.
    • Bedarf: Verschmutzung, Durchfeuchtung, Ablösung, Druckschmerz oder Infektionsverdacht
  • Täglicher Wechsel bei eingeschränkter Kooperation des Patienten, wenn der Verband keine Inspektion der Einstichstelle ermöglicht.
  • Verbandwechsel mittels No-Touch-Technik oder mit sterilen Handschuhen durchführen.
  • Keine antibakteriellen Cremes oder Salben auf die Insertionsstelle aufbringen.
  • Nicht in Gebrauch befindliche Portsysteme benötigen keinen Verband.

Liegedauer von Portsystemen

Bei nicht beherrschbaren Komplikationen, bei Beschädigung oder Dislokation ist das Portsystem zu entfernen.


Stand: November 2016


Vollständig implantierte intravasale Systeme (Portsysteme)


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